Nachlese Bergstraße – Weinprobe mit Fotoshow

GenussSpechte lassen Genussreise Revue passieren

Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen, heißt es. 2025 unternahmen die GenussSpechte ihre dritte Genussreise, diesmal an die Hessische Bergstraße (die HZ berichtete). Unter der Organisation von Schorsch Schäfer erkundeten die Teilnehmenden am ersten Tag Bensheim und Heppenheim und am Tag zwei das ebenfalls zur Hessischen Bergstraße gehörende Groß-Umstadt. Neben dem Besuch des Weinguts Hanno Rothweiler und der Genossenschaften Viniversum Heppenheim und Vinum autmundis – Odenwälder Weingenossenschaft eG gehörten auch eine hochinteressante Führung in der Rebveredelung Antes und eine Weinlagenwanderung zum Programm.

Für die, die nicht dabei sein konnten und diejenigen, die gerne in Erinnerungen schwelgen, fand am 29. Mai im Weinbaumuseum Hochheim eine Nachlese statt. Schließlich galt es zu erkunden, wie die damals gekauften Weine nach einem Jahr schmecken.

Hendrik Ruitenberg begrüßte alle Teilnehmenden und erläuterte seine Vorgehensweise: die Präsentation und die Fotos folgten der genauen Reihenfolge der Reise. Die Weinprobe allerdings nicht, die war anhand der Ausbauart der Weine in eine sinnvolle Probenfolge geordnet. Das bedeutete zwar ein wenig hin- und herscrollen mit Beamer und zwei Laptops, sorgte aber für heitere Momente, wenn live und vor Ort fehlende Analysewerte oder sonstige Angaben in der Präsentation nachgetragen wurden. Die Weine hatten bei Familie Hühn vom Vorstand gelagert und Hendrik Ruitenberg hat nicht alles vorher abgeschrieben. Zudem fehlte in den Steckbriefen der Weine so mancher Buchstabe „r“ – das kam sicher daher, dass die Weine des Weinguts Rothweiler alle ein großes R auf der Flasche tragen und so blieben für die Präsentation nicht genügend davon übrig (oder hat jemand schon von der Rebsorte „Melot“ gehört? J)

Die Probe begann prickelnd, mit einem weißen Perlwein namens S’Zischt von vinum autmundis, und danach einem Bergsträßer Sekt 2023 Goldmuskateller trocken von den Bergsträßer Winzern. Die Rebsorte war leicht erraten an den exotischen fruchtigen Tönen in der Nase und am Gaumen.

Der „Blush“ Rosé Syrah QbA trocken vom Weingut Hanno Rothweiler zauberte Syrah-Aromatik in dezent und sommerlich auf die Zunge.

Beim nachfolgenden Auxerrois gab es den üblichen Wettbewerb, wer stellt als erstes die Frage: „wo bleibt der Spargel?“, dieser Running Gag aus der Genussreise in die Niederlande (2023, nach der Spargelzeit) wird zelebriert.

Es schlossen sich Weine an aus Merlot, Zinfandel, Grauburgunder, Gelber Muskateller – ohne Kohlensäure im Gegensatz zum Sekt vom Anfang, also ein „Stillwein“ und diese Fachbezeichnung soll bitte nicht missverstanden werden.

Er ist nicht für junge Mütter geeignet.

Auch Piwis -also pilzwiderstandsfähige Rebsorten waren vertreten: Cabernet Blanc, Souvignier Gris und als süßen Abschluss eine Muscaris Auslese.

Eines fiel auf bei der Fotoshow: Niemand, wirklich niemand, hatte das Hotel fotografiert und auch bei den typischen Tellerfotos bei jeder Mahlzeit hatten sich die Teilnehmenden in vornehmer Zurückhaltung geübt. Bei der nächsten Reise sollte jemand dafür festgelegt werden.

Susannes Bericht in der Hochheimer Zeitung.